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Zum Ende der Seite springen Satin Krankheit/Osteodystrophie Erfahrungen?
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fledi
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Satin Krankheit/Osteodystrophie Erfahrungen? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Leider habe ich nun ein Schwein, bei dem die Satinkrankheit ausgebrochen ist traurig Es fing damit an, dass es auf einem Bein humpelte, vor ca. 3 Wochen. Am nächsten Tag humpelte es auf dem anderen Bein und die TÄ hat dann sofort zweifelsfrei Osteodystrophie diagnostiziert. Sie soll Metacam bekommen, bis es nicht mehr geht. Ich habe mich durch alle Infos gelesen, auch die von Petra Lahann, und behandele nun mit Metacam, Spenglersan Kolloid R, Calcium Phosphoricum und Gellee Royal gibts auch. Es geht ihr "den Umständen entsprechend" gut, sie hoppelt, hat bisher aber keine Knochenbrüche und immer noch gut Hunger, hat bisher auch nicht abgenommen.
Hat jemand von Euch Erfahrungen, wie lange man den Schweinchen nach Diagnose noch ein lebenswertes Leben ermöglichen kann, wie lange es dauert, bis es nicht mehr geht?

Viele Grüße,
Petra
03.11.2017 09:33 fledi ist offline E-Mail an fledi senden Beiträge von fledi suchen Nehmen Sie fledi in Ihre Freundesliste auf
Judith W. Judith W. ist weiblich
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RE: Satin Krankheit/Osteodystrophie Erfahrungen? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ja, ich kann was dazu beitragen.
Meine Polly, Peruanerin in Satin wurde mit 3 Jahren krank. Auf einmal hoppelte sie mit den Hinterbeinen wie ein Hase, zog sich zurück und fraß schlecht... weil sie Schmerzen hatte. Auf dem RB sah man Veränderungen der Knochenstruktur im Becken und den Hinterbeinen. Die vordere Hälfte war OK. Ich dachte, das war's... und nahm mir vor, sie erlösen zu lassen sobald sie nicht mehr kauen kann.
Sie bekam zunächst Metacam, fraß wieder normal und hoppelte rum.
Eine sehr schweincherfahrene Bekannte gab mir den Tipp, als Schmerzmittel lieber Rimadyl zu geben, weil dieses als Dauergabe besser verträglich sei. Klar haben alle ihre Nebenwirkugen, aber mit Rimadyl hätte sie bei Langzeitmedikation gute Erfahrungen gemacht. Also stiegen wir um. Zeitgleich ließ mir eine andere Bekannte einen Erfahrungsericht über Spenglersan R bei OD zukommen und ich dachte, verlieren können wir damit nichts.
Polly bekam auch das. Ihr Zustand hat sich so weit stabilisiert, das die Krankheit nicht weiter voran zu schreiten schien. Das Laufen fiel der Maus nicht leicht, aber sie machte mit ihren steifen Hinterbeinchen wieder Wechselschritte, also die Hüfte fuktionierte noch einigermaßen. Ich habe versucht, den Untergrund im Gehege rutschfest zu gestalten, dass sie gute Bodenhaftung hatte beim Laufen. So erlebte sie (wider Erwarten meinerseits) ihren 4. Geburtstag, dann auch den 5. und den 6., dank Schmerzmittel bei zumutbarer Lebensqualität.
Mit 6 ein halb kippte sie beim Laufen auf einmal mit dem Hinterteil um, lag zappelnd auf der Seite und konnte nicht aufstehen. Das war kein würdiges Leben mehr, das wollte ich ihr nicht mehr zumuten.
Das heißt, Polly verbrachte ihr halbes Leben mit OD.
Wäre ihr Kopf von der Krankheit betroffen gewesen, hätte sie bald nicht mehr fressen können traurig

Was sich im Laufe der Zeit noch rausgestellt hatte: sie war oft gebläht. Unser TA erklärte es mir so, dass durch die Knochenveränderung in der Wirbelsäule die für die Regulierung der Verdauung zuständigen Nerven in Mitleidenschaft gezogen sind. Polly bekam täglich Lefax und ich mahlte Kümmel-, Fenchel- und Anissamen in der elektrischen Kaffeemühle, davon gab's auch täglich eine Messerspitze voll (in Wasser aus der Spritze). Damit ging's ihr gut.

Ich wünsche Deinem Schweinchen alles Gute!

__________________
Judith und die Knutschkugeln

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Judith W.: 03.11.2017 16:41.

03.11.2017 14:49 Judith W. ist offline E-Mail an Judith W. senden Beiträge von Judith W. suchen Nehmen Sie Judith W. in Ihre Freundesliste auf
Ina B.
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Bei meinem William war leider auch der Kiefer betroffen. Er fing an zu hoppeln, nach 2 Wochen hatten wir die Diagnose OD. Er bekam Rimadyl, lief damit ganz ordentlich und war fröhlich. 10 Wochen nach Bemerken der ersten Symptome hatte er plötzlich eine schiefe Schnute, weil die Kiefergelenke unterschiedlich stark betroffen waren und er nicht mehr gleichmäßig kaute. Mit Zahnkorrekturen und hoher Schmerzmitteldosierung lebte er noch 8 Wochen recht zufrieden. Als er dann einen Kieferabszess bekam, ließ ich ihn gehen.
Willi war 4,5 Jahre alt, als die OD ausbrach und er war kein Satin. Sein Bruder, der in einer anderen Haltung lebte, verstarb fast zur gleichen Zeit auch an OD.
03.11.2017 16:06 Ina B. ist offline E-Mail an Ina B. senden Beiträge von Ina B. suchen Nehmen Sie Ina B. in Ihre Freundesliste auf
fledi
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Themenstarter Thema begonnen von fledi
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Vielen Dank Euch beiden für die Antworten!
Judith, das ist ja Wahnsinn, dass Deine Polly so lange mit der Krankheit gelebt hat. 6,5 Jahre werden ja Meerschweinchen ohne OD nicht unbedingt.... auf Deine Antwort schließen sich für mich noch ein paar Fragen an. Hast Du das Spenglersan auch täglich ein Leben lang gegeben? Einmal oder zweimal täglich? Hast Du mal versucht, die Behandlung auszusetzen, in dem Artikel von Petra L. steht ja drin, dass Spenglersan die Krankheit heilen kann - dann müsste man ja irgendwann aufhören können....
Ina, ich hoffe nicht, dass auch die Geschwister erkranken - ich habe alle Staunen , zwei Schwestern und einen Bruder... eine Schwester sieht genauso aus wie sie, die anderen sehr anders. Noch zeigt niemand sonst Symptome.
04.11.2017 11:04 fledi ist offline E-Mail an fledi senden Beiträge von fledi suchen Nehmen Sie fledi in Ihre Freundesliste auf
monkey monkey ist weiblich
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Ich kannte Polly, diese tapfere kleine Maus und sie ließ sich nie unterkriegen. Wehe, jemand kam ihr zu nahe, wollte gar dorthin, wo sie gerade lag -ZETER böse
Aber ohne den liebenvollen/beharrlichen Einsatz von Judith hätte es nicht funktioniert, der Kampf gegen diese miese Krankheit lohnte sich.
Alles Gute Deinem kleinen Wutzerl.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von monkey: 04.11.2017 13:22.

04.11.2017 13:21 monkey ist offline E-Mail an monkey senden Beiträge von monkey suchen Nehmen Sie monkey in Ihre Freundesliste auf
Judith W. Judith W. ist weiblich
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So viel ich noch weiß, gab ich ihr das Spenglersan 1x am Tag. Wird hinter die Ohren gesprüht. Zwischendurch hatte ich es auch mal eine Zeit lang vergessen... mich dann wieder erinnert und weiter gegeben. Ich kann im Nachhinein nicht sagen ob und was Spenglersan bewirkt hat, wie ihre Krankheit ohne verlaufen wäre. Ich denke, falsch machen kann man damit nichts. Wenn Du mir per PN Deine Mailadresse gibst, schicke ich Dir gerne das Schreiben über Spenglersan zu, das ich bekommen hatte. Darin steht, dass Spenglersam die Krankheit nicht heilen, aber das Fortschreiten aufhalten kann. Aber keine Studie, nur Erfahrungsbericht.

Monkey ist meine unschätzbar wertvolle Urlaubsbetreuerin für "besondere Felle", sie betreute Polly einige Wochen im Jahr, kannte sie gut. Wir überlegten zusammen wie wir der süßen kleinen Maus das Leben erleichtern und schöner gestalten können smile

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Judith und die Knutschkugeln
04.11.2017 19:20 Judith W. ist offline E-Mail an Judith W. senden Beiträge von Judith W. suchen Nehmen Sie Judith W. in Ihre Freundesliste auf
fledi
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Wie es aussieht, kann ich demnächst über Erfahrungwerte verfügen... die Schwester scheint nun auch erkrankt zu sein traurig , sie entlastet ein Hinterbein. Das einzig gute daran ist, dass ich alle Medis da habe und wahrscheinlich noch nie frrüher mit der Behandlung begonnen wurde... Lüntje, die, die angefangen hat, kann sich zumindest wieder mit dem Hinterbein kratzen, vielleicht kann Spenglersan ja doch heilen verwirrt
09.11.2017 13:29 fledi ist offline E-Mail an fledi senden Beiträge von fledi suchen Nehmen Sie fledi in Ihre Freundesliste auf
Ina B.
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Hat sich der Verdacht bei der Schwester bestätigt? Ich drücke beiden die Daumen, dass sie lange gut mit Schmerzmittel leben können und der Kiefer verschont bleibt.
An eine Heilung kann ich nicht glaubem, nachdem ich die Röntgenbilder von meinem William gesehen habe. Die Knochen sahen nicht gut aus. Es wäre schon viel gewonnen, wenn der Verlauf gestoppt werden könnte.
11.11.2017 22:20 Ina B. ist offline E-Mail an Ina B. senden Beiträge von Ina B. suchen Nehmen Sie Ina B. in Ihre Freundesliste auf
fledi
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Ich habe die Schwester nicht untersuchen lassen, sondern gleich mit der Behandlung angefangen. Sie ist das haargenaue Abbild von Lüntje, Satinfell und kleiner und zierlicher als die anderen beiden Geschwister. Die sind richtige Wonneproppen und haben normales Fell. Sie hatte genau die gleichen Symptome, hoppeln und beim Sitzen immer versuchen, abwechselnd ein Bein zu entlasten.
Ich habe anfänglich auch nicht an Heilung geglaubt, aber der Bericht, den Judith mir geschickt hat, handelt eindeutig von einer Heilung. Und Lüntje, die ja mit dem Hoppeln anfing, hat am Anfang der Behandlung trotz Schmerzmittel weiter gehoppelt und beim Sitzen die Beine entlastet. Das tut sie mittlerweile nicht mehr und nicht nur das, sie hoppelt auch nicht mehr, sondern geht im Wechselschritt und gestern habe ich sie dabei "erwischt", dass sie sich durch einen Spalt zwischen zwei Röhren gedrängt hat um dann über die dritte zu klettern um zum Fressen zu kommen! Sie ist also eindeutig beweglicher, hat sich sogar schon mit der Hinterpfote am Ohr gekratzt!!
Also bei mir hat sich nun schon die Hoffnung eingeschlichen, dass da vielleicht doch was geht...!
13.11.2017 09:04 fledi ist offline E-Mail an fledi senden Beiträge von fledi suchen Nehmen Sie fledi in Ihre Freundesliste auf
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